Will man bei der Proxmox Installation einen ZFS Pool erstellen, kann diese Fehlermeldung kommen
Unable to create zfs pool
Dafür kann es unterschiedliche Gründe geben. Meistens liegt es aber daran, dass die Platten, die man verwenden will, noch alte Daten bzw. Partitionen enthalten. Man muss die Platten einmal komplett leer machen.
Taucht die o.g. Fehlermeldung auf, kann man mit STRG + ALT +F* in eine der Konsolen wechseln. In meinen Fall war es STRG + ALT + F3
Hier schaut man sich einmal die erkannten Festplatten an mit
lsblk
In meinem Fall:
/dev/sda
/dev/nvme1n1
/dev/nvme0n1
/dev/nvme2n1
Alle mit mehreren Partitionen.
/dev/sda ist der USB Stick von dem Proxmox bootet. Den lässt man hier in Ruhe.
die /dev/nvme*n1 sind meine 3 verwendeten Festplatten. Die löscht man nun alle. Man muss jede Platte einzeln löschen. Der Befehl ist:
sgdisk --zap-all /dev/nvme*n1
Der * wird durch die entsprechende Nummer der Festplatte ersetzt. Sind alle Platten leer, startet man einmal den Rechner neu, und nun kann man mit Proxmox ein ZFS-Z1 RAID erstellen (ähnlich wie ein RAID5)
Was macht der Befehl?
sgdisk
ist ein CLI Programm zum Bearbeiten von Partitionstabellen.
Der Befehl in diesem Fall löscht die GPT-Partitionstabelle vollständig
--zap-all
entfernt:
- die primäre GPT-Tabelle am Anfang der Disk
- die Backup-GPT-Tabelle am Ende der Disk
- die Partitionseinträge (Partitionen)
Damit ist die Festplatte aus GPT-Sicht komplett bereinigt.
Löscht zusätzlich alte MBR-Daten (protective MBR / legacy MBR). Auch der sogenannte „protective MBR“ (den GPT-Disks immer besitzen) wird überschrieben. Damit verhindert man typische Probleme wie:
- „invalid GPT“
- „leftover partition table“
- Installationsfehler bei Proxmox / ZFS
- Fehlermeldungen in Tools wie fdisk oder parted.
Achtung: Nutzerdaten werden nicht wirklich gelöscht. Diese können mit Data Recovery Tools wiederhergestellt werden. Dies erledigt sich aber von selber, da man diesen ZFS Pool ja nun nutzt und er die Altdaten mit der Zeit überschreibt.